2 - Informatives

Aktualität

Frühjahr 2006

Startpunkte

  • Bei gutem Wasserstand wohl in Jelenia Gora (Hirschberg) allerdings warten dann auf 15 km 8 Wehre und die Staumauer bei Piechowice
  • Deshalb ist die Befahrung ab Piechowice (km 189) sicher praktikabler
  • Wir sind ab Wlen gestartet. Hier schien uns die Chance größer, per Anhalter zum Auto zurückzukommen

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Anfahrt, Rückfahrt und Transport

Bahn:

Es scheint eine Bahnlinie am Fluss entlang zu verlaufen, die Verbindung von Berlin aus ist aber nicht gerade Faltbootfreundlich (mind 7-8h mit mehrmaligem Umsteigen). Aus anderen Regionen Deutschlands geht es eventuell besser. Im Verlauf der Flussstrecke ist nicht überall ein Bahnanschluss verfügbar.

Bhf.: Silesian Lwówek (166,8), Boleslawiec (141), Lesno Gorne (112,6) Szprotawa (97,9), Zagan (75), Nowgorod Bobrzanski (48), kurz vor der Mündung (2)

Die kreuzenden Bahnlinie gehören scheinbar nicht zu einer durchgehenden dem Fluss folgenden Strecke.

Auto:

Wir haben das Auto genutzt, knappe 300 km.

Hinfahrt etwa 4:30 h
Den fahrbaren Untersatz haben wir an einem Privatgrundstück abgestellt. Die netten Besitzer versprachen ein Auge drauf zu haben.

Mecke hat das Auto am Ende per Anhalter innerhalb von 3:00h nachgeholt.

3:30 h nach dem Beladen des Autos waren wir wieder in Berlin

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Ausrüstung und Proviant

Wer hat sollte seine Eqipment für robustere Touren mitnehmen. Im Notfall kann z.B. ein Wurfsack nützlich sein, auch um Boote aus Hindernissen raus zu ziehen. Reparaturset fürs Faltboot sollte auch nicht fehlen, wir haben leider gebraucht. Ein Ersatzpaddel kann nicht schaden. Der Bobre ist ein Fließgewässer mit den entsprechenden Tücken. Der Fluss ist auch ganz gut für Zweier-Boote geeignet.

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Bootsverleih

???

Quellen und Links

  • Sehr geeignetes Kartenmaterial gibt es vom Pascal-Verlag (ISBN 83-7304-443-4).
  • www.dundak.de
  • Faltbootforum

Kilometrierung

Oberlauf

Hierzu können wir keine Angaben aus erster Hand machen

Oberlauf
KM Bemerkung
251 Kamienna Góra Stadt
247 Straßenbrücke Kamienna Góra
244,7 Stufe ???
243,8 Bahnbrücke
243,3 Wehr re. umtr (30m)
242,6 Bahnbrücke
240,2 Stufe ???
239 Marciszów Górny, Dorf auf beiden Flussseiten, Bahnbrücke und Straßenbrücke
237,6 Wehr li. umtr. (30m)
237 Marciszów, Bahnbrücke und Straßenbrücke
235,4 Ciechanowice, Bahnbrücke, Wehr re. umtr (20m)
231,1 Wehr re. umtr. (30m)
230,2 Bahnbrücke
229,3 Bahnbrücke
227,2 Janowice Wielkie, Straßenbrücke
226,6 Wehr re. umtr. (50m)
226,0 Bahnbrücke
223,8 & 222,4 Str.Brücken von Trzcinsko, Ruinen eines Schlosses auf der linken Flussseite (2km)
215,9 Str.brücke von Lomnica
214,9 Wehr li. umtr. (50m)
213,3 Bahnbrücke von Dabrowica 600m danach Straßenbrücke
211,4 Wehr li. umtr. (50m)
210,4 Camping rechtes Ufer
208,0 Beginn Jelenia Gora 1. Stufe
207,9
Wehr li. umtr. (50m)
207,6 Wehr li. umtr. (80m) danach Bahnbr.
206,2 Autobahnbrücke danach Stufe
205,2 Wehr & Bahnbrücke re. umtr. (30m)
203,5 Wehr re. umtr. (150m)
202,4 Stufe
202 Wehr re. umtr. (300m) - danach Verzweigung weiter rechts fahren
201,3 Wehr li. umtr. (50m) oder re. umtr. (250m)
201 Siedlecin (re.) mit Straßenbrücke
197,4 Wehr li. umtr. (250m)
196,3 Wehr re. umtr. (50m) - danach Stausee Pilchowice
192,2 Staumauer re. umtr. (800m), erster empfohlener Startpunkt bei gutem Pegel
190,7 Wehr li. umtr. (30m) - Fluss teilt sich links weiterfahren
189,8 Pilchowice - Straßenbrücke

 

Unsere Wanderstrecke
189 zwei Wehre - am linken li. umtr. (40m) - also auf dem linken Flussarm weiterfahren -
eventuell guter Startpunkt, wir sind aber in Wlen 6km flussabw. gestartet. (eventuell besser zur erreichen wenn man das Auto am Ende wieder abholen muss.
Empfehlenswert ist eine Tour zu den Schlossruinen (13./14. Jh.), Kirche, Stadthalle.
186,9 Bahnbrücke
186 Nielestno
183,8 Wlen Straßenbr.
183,1 Campingpl. re. Staßenbrücke Fluss ist Breit und kann flach sein - unsere Einsatzstelle
178,1 gr. Beton-Wehr umtr. re (60m) wir haben hier übernachtet (Platz für 2 Zelte)
174,6 Wehr umtr. re. (150m), auf diesem Abschnitt haben wir in einer Schnelle dem Vuoksa 3 Löcher an einem "Titanikfelsen" verpasst. Eigendlich sind wir an dem sichtbaren Teil gut vorbeigekommen, aber leider setzte sich der scharfkantige Brocken unter der Oberfläche noch 1 oder 2 Meter fort. Erster Einsatz des Panzerbandes war nötig
173,5 Str.brücke nach Sobota
167.2 Wehr umtr. re. (150m). An der verzweigung rechts weiterfahren.
Empfehlenswert für eine Besichtigung ist ein kleines Renaissance-Schloss.
166,8 Silesian Lwówek, zweiter empfohlender Startpunkt bei weniger Wasser Bogenbrücke darunter war es sehr flach, wir mussten treideln. Hinter der Bücke gibt es eine steinige Schwelle, auch hier treideln, heben, ziehen, schieben. Danach Freibad mit Campinggelegenheit (in der Stadt)
Empfehlenswert: Gemeindekirche mit 13/14. Jh. Schutzwall mit Türmen, Renaissance Stadthalle und anderen historisch wertvollen Gebäuden.
165,8 Bahnbrücke
164,9 Wehr li. umtr. (40m)
164,0 riesieges neues Beton Wehr, li. umtr. (100m). Achtung der Fluss wird neuerdings in eine Kette künstlicher Seen (Ton-,Kies-Abbau) Das alte Flussbett ist trocken. Beim Duchqueren der Seen immer rechts halten, und Vorsicht mit den Maschinen. Nach 4 km landet man wieder im Fluss
159 (ca) Rakowice Male Brücke, alte Pfeiler im Wasser, danach Schnelle mit vielen Brocken, sehr schlecht zu erkennen - bei uns gabe es die nächsten Löcher
156,2
großes Wehr, re. umtr. oder von re. über die Brücke nach links auf das Betriebsgelände des KW. Wir haben gleich an der Ausetzstelle übernachtet, obwohl es hinter dem Wehr nach dem Zusammenfluss der beiden Wasserarme am li. Ufer netter aussah.
150,7 großes Betonwehr wir haben das Boot über die Wehranl. vor re. nach li. getr. bei Mehr Wasser ist eventuell auch das umtragen rechts möglich oder 500 Meter quer durchs Dorf. Nach dem Wehr war auf ein paar hundert Metern wenig Wasser im Flussbett (treideln, Zerren, heben, schieben)
141,9 kleines Wehr (50 cm), das Boot lässt sich leicht rüberheben bei mehr Wasser kann man eventuell auch durchbrettern.
141,4 Boleslawiec, große Straßenbrücke, gute Einkaufsmöglichkeit (re.) hinter dem Kreisverkehr
Empfehlenswert ist eine Tour zur Stadthalle (14-17.Jh.) Reste der Stadtmauer, 2 Kirchen. Malerisch Bahnbrücke über das Flusstal.
140,5 Bogenbrücke und Wehr re. umtragen
136,3 flaches Wehr (0,5 m) eventuell rechts befahrbar Stelle ist zum Übernachten gut geeignet
133,1 Brücke Krepnica - Dabrowa-Boleslawiecka
128,9
Golnice rechts hinter der Brücke guter Platz zum Biwakieren (kleine Kuhweide, Vorsicht)
127,0 Autobahnbrücke
121,4 großes modernes Wehr bei Stara Oleszna (re. umtr.). Dahinter wenig Wasser aber guter Biwakplatz. Nach einem Kilometer kommt das abgeleitete Kraftwerkswasser zurück.
116,8 flaches Wehr (li. umtr. / re. viel Gestrüpp) ist wohl meist befahrbar
115,5 Schnelle in einer doppel-S-Kurve in der auch noch 2 frische Baumleichen, direkt vor uns sind 4 Boote gekentert, 4 weitere Boote versuchten es garnicht erst. Wir haben es duch Wahl einer anderen Linie durch geschafft. Also immer schön vorsichtig.
111,9 große Wehr- und Kraftwerksanlage, re. umtr. ist recht mühselig weil man noch einen Bach überwinden muss
106,2 re. Leszno Dolne, li. Bobrowice. / li. hinter der Brücke prima Biwakplatz
97,9 Wehr (li. umtr.) Stadt Szprotawa, Bhf. und sicher einige Einkaufsmöglichkeiten - Ende unserer Strecke

 

Weiterer Streckenverlauf
94,9 Wehr (re. umtr.)
90,6 Wehr (re. umtr.), Ort Malomice Bhf
87,2 Wehr (li. umtr.)
81,4 Bahnbrücke
77,4 Wehr (li. umtr.)
77,2 Stadt Zagan
wohl zwei Wasserwege durch die Stadt. Linker Arm führt zum Bhf., rechter Arm ins Stadtzentrum. Beide Arme mit Wehr (re. umtr.). Sicher gute Einkaufsmöglichkeiten.
74,6 Straßenbrücke
66,7 Wehr (li. umtr.)
58,8 Ort Gorzupia
57,6 Wehr (li.oder re.umtr.)
47,9 Stadt Nowgorod Bobrzanski Bhf. Sicher gute Einkaufsmöglichkeiten.
46,9 Bahnbrücke
42,2 Wehr ( re.umtr.)
32,7 Ort Lagoda, Brücke
19,9 Brücke nach Bobrowice (links)
8,3 Ort Dychow Wehr ( li.umtr.) Brücke
6,4 Straßenbrücke (Straße 32) Stausee Zbiornik Stary
Raduczec
2,9 Staumauer (li.umtr.)
2,2 Bahnbrücke
2,0 Straßenbrücke Ort Stary Raduczec (re.)
0,0 Mündung in die Oder

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Umtragestellen

einige Wehre im ca. 10 km(+/-) Intervall

 

 

Das Revier - Die Charakteristik

  • BildSO-Polen
  • Fließgewässer
  • Schwieriegkeiten in Form von Schnellen und Baumhindernissen, sehr scharfkantige Felsen und Steine
  • WW I
  • Charakter der Schwierigkeiten ist stark vom Wasserstand abhängig
  • träges und spritziges Wasser
  • diverse schöne Zeltmöglichkeiten
  • Flussverlauf teilweise künstlich verändert (Tonabbau)

Abschnitte

  1. Jelenia Gora-Pilchowice - ZW - 12 km - leider 2 hohe Staumauern - bei gutem Wasserstand fahrbar
  2. Pilchowice bis Zagan in die Oder - ZW - 100 km - die ersten 100 km sehr reizvoll (Tour 2006)
  3. Die letzten 100 km - ZW - bis zur Mündung in die Oder sind sehr einsam (Hörensagen), Proviant sollte man dabei haben, es gibt wenig Möglichkeiten zum Einkauf

Bemerkungen

Abseits des Wassers

Am Rande der Strecke findet sich einiges Sehenswertes, siehe Kilometrierung. Wir fanden diesmal keine Zeit. Für Radfahrer bietet sich der Bobrtal-Radweg an.

Schwierigkeiten

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  • Baumhindernisse
  • fiese zum Teil sehr scharfkantige Felsblöcke knapp unter der Oberfläche
  • Schnellen WW1
  • Das Umtragen ist ab und zu nicht ganz einfach.
  • Vorsicht an und nach Brücken

Zitate von anderen Quellen

www.neisse-tours.de:

BildDer Bober gilt als einer der schönsten Flüsse Polens. Er entspringt im Riesengebirge und fließt in etwa parallel zur Neiße durch Schlesien, durchquert die Städte Hirschberg, Bunzlau und Sagan und mündet bei Krossen in die Oder. Das Hirschberger Tal mit seinen Schlössern zählte vor dem Krieg zu einer der reichsten Gegenden Europas. Dieses herrliche Stück Erde ist seit dem etwas in Vergessenheit geraten, aber gerade das macht seinen Reiz fern ab von jeglichem Massentourismus aus. Seien Sie gespannt auf ein Naturerlebnis der besonderen Art am Fuße des Riesengebirges!

Faltbootforum:

BildCirka 60 km weiter drin in Polen gibt es einen Fluss, der ist so, wie die Neisse früher mal gewesen sein muss. Sauber, wenig verbaut, schöne Zeltplätze. Der Fluss heißt Bobr und ist fast ganzjährig befahrbar. Im Prinzip ist er auch mit Faltbooten ab Pilchowice zu befahren, allerdings halte ich den Abschnitt bis Lwowek Sl. besser für Festboote geeignet. Besonders, wenn der Abfluss aus dem Stausee nur bei 5 Kubik liegt (auf Pegel klicken und dann in der untersten Tabelle in der Zeile "Pilchowice" und der Spalte "Odplyw" schauen). 10 oder besser 20 Kubik sind hier für den Falter viel besser.
Auch der Bobr hat zwei Handvoll Wehre. Die meisten lassen sich ganz einfach überwinden (treideln, überheben, kurze Umtragen). Einmal jedoch stand ich vor einem schier unlösbaren Problem: Ein 2,5 m hohes Sturzwehr und links und rechts Weiden mit bösartigen euterlosen Kuhtieren drauf. Gut, dass ich im Plasteboot unterwegs war, so habe ich das Boot das Wehr runtergeschubst und bin dann hinterher gesprungen.
Aber die Fahrt ab Boleslawice durch die Niederschlesische Heide entschädugt den, der Einsamkeit liebt mit endloser Natur. Fast ein litauischer Fluss, also manchmal die Kiefernwälder bis ans Wasser und Sandstrände. Und wenn man neben Einsamkeit auch noch Kühe und Mücken liebt, dann kommt man voll auf seine Kosten.

Bild... hast Recht, Infos zum Bobr sind spärlich und teilweise falsch. Auf jeden Fall kann man auf dem Fluss eine fast 200 km lange schöne, größtenteils einsame Wandertour machen, man muss allerdings einige Wehre umtragen. Einsetzen würde ich nach dem Stausee, einen Zeltplatz gibt es nur in Wlen.
Ich persönlich bin in den letzten Jahren nur den Abschnitt von der Talsperre + cirka 50 km gefahren. Landschaftlich sehr schön, 2 Wehre ab und an Schwälle, die aber einem Wandercanadier nichts ausmachen.
Die polnischen Freunde machen jedes Jahr zu immelfahrt eine 4-tages-Tour auf dem Bobr, Ansprechpartner sind glaube ich im Auslandsteil des DKV-Sportprogramms benannt, wenn nicht, mache ich ihn für Dich ausfindig. Dort gibts sicherlich bessere Informationen.

www.dundak.de:

BildDabei hat die polnische Seite, bedingt durch die Nordabdachung, meist bis Mitte Mai genug Wasser, der Bobr, zumindest auf seiner Wanderstrecke, meist ganzjährig. Leider ist mir bisher noch kein verläßlicher Pegel bekannt, den man per Internet abrufen kann. Da die meisten Flüsse in ihren Oberläufen sehr steil sind, unbedingt gründlich besichtigen (Brücken und Wehre in Ortschaften!).

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*** Ende des eingebetteten Blocks ****