2 - Informatives

Aktualität

Tour 2007

Startpunkte

Czaplinek wenn man den gesamten Fluss befahren will

Sonstige:

  • ...

Anfahrt, Rückfahrt und Transport

Bahn-Anfahrt:

ca 6:30 h von Berlin nach Czaplinek
Tipp: das Brandenburg-Ticket gilt bis Szczecin (Stettin).

Bahn-Rückfahrt:

ca 3:30 h von Krzyz über Kostrzyn/Küstrin nach Berlin.
Tipp: für die kurze Strecke von Kostrzyn nach Küstrin über die Oder musten wir ein extra Ticket lösen (ca. 5 Zloty pro Nase)

Auto:

Muss man wegen der guten Bahnverbindungen nicht machen. Ich denke die Nachholung der Autos vom Startpunkt zum Zielpunkt ist recht aufwendig und kann einen ganzen Paddeltag kosten. Ansonsten gibt es Anhaltspunkte in "Kanutouren in Pommern Drawa, Brda, Wda"bild

 

Ausrüstung und Proviant

Wer hat sollte seine Eqipment für robustere Touren mitnehmen. Im Notfall kann z.B. ein Wurfsack nützlich sein auch um Boote aus Hindernissen raus zu ziehen. Reparaturset fürs Faltboot sollte auch nicht fehlen, wir haben es zwar nicht gebraucht aber die Gefahr ist da. Ein Ersatzpaddel kann nicht schaden. Kurze wendige Boot haben sicher Vorteile auf einem Fluss diesen Charakters aber auch ein Schlachtschiff wie der Vuoksa III hat die Strecke bewältigt.

Einkaufsmöglichkeiten findet man mindestens alle 2 Tage. Nur vor der Einfahrt in den Nationalpark sollte man etwas mehr einkaufen. Da man im Park, wassernah nicht findet. für die Durchfahrung des Parks haben wir 2,5 Tage gebraucht - man kan sich natürlich länger Zeit lassen.
Trinkwasser, kein Problem aber vergessen darf man es auch nicht - An den Biwakplätzen nicht damit rechnen, dass es eine Wasseranschluss gibtBild

Bootsverleih

???

Quellen und Links

  • Seite des Nationalparks (mehrsprachig
  • DKV-Auslandsführer NO-Europa
  • Polen: "Kanutouren in Pommern Drawa, Brda, Wda" ISBN 3-89392-356-X
  • Drawa-Paddelkartenwerk 1:50.000, polnisch, vom Pascal Verlag ISBN 83-7304-216-4
  • Nationalpark-Karte 1:50.000, mehrsprachig, ISBN 83-86645-56-3
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Kilometrierung

..da muss ich mich mal dran machen wenn ich Langeweile habe oder zur nächsten TourBild

Umtragestellen

5 mal umtragen

  • km 17: Mühle Gleboczek
  • km 27: Wehr Zlocieniec
  • km 49: Kraftwerk Mlynisko
  • km 93: Kraftwerk Borowo (innerhalb Truppenübungspl.)
  • km 152: Kraftwerk Kamienna

Bild

 

 

Das Revier - Die Charakteristik

bildLage: Pommern / NW-Polen
Start: ca 200 km Luftlinie von Berlin
Ziel: ca 160 km Luftlinie von Berlin
Start und Ziel mit Bahnanschluss
Länge: 180km - über mehrere Seen und duchr viele Wälder
5 mal umtragen - Zahmwasser mit spritzigen Einlagen
umgeben von einer hügligen Landschaft und entsprechend abwechslungsreich
benötigte Zeit: 7 - 10 Tage (gerne auch 14 Tage mit Seele baumeln lassen, wandern, Erkundungen im Umfeld, Abstechern in Nebenflüsse und -Seen)
Truppenübungsplatz, Befahrbarkeit nicht mehr möglich es gibt einen Shuttelservice (im Zweifel nachfragen Polnisches Fremdenverkehrsamt-Berlin) 
zum Teil großartige Biwakplätze mit vorbereitetem Feuerholz, aber auch schöne wilde Plätze
Im Sommer(Schulferien) sicher ziemlich überlaufene Biwakplätze
teilweise fließendes und abschnittsweise hindernnisreiches Flachlandgewässer im Oberlauf kann es flach werden.

Landschaftlich sehr abwechslungsreich. Seen, verschiedene Arten von Wäldern. Tief in eiszeitliche Hügel geschnittener Flusslauf, Schilf- und Sumpfgebiet. Kurz gesagt alles was ein Flachlandfluss bieten kann.

Bemerkungen

Abseits des Wassers

- viel Natur, schöne Wälder - Ich bin mir nicht sicher ob es viel mehr zu bestaunen gibt

Schwierigkeiten

bildDie üblichen Bäume im Wasser, steinig im Oberlauf (Wasserstand abhängig), man hat schon von einigen auf der Drawa versenkten Faltbooten gehört und gelesen!
Im Oberlauf kann die Drawa recht flach werden
Die großen Seen sind natürlich sehr windanfällig.
besondere Aufmerksamkeit (wegen stärkerer Strömung und Hindernissen im Wasser), ist auf den ersten Kilometern nach dem Jez Lubie und auf ersten Hälfte des Nationalparks angebracht. Eng kann es auch zu Beginn der Tour werden, wenn diverse Äste und Gebüsch den schmalen Flusslauf sehr einengen. Man sollte sein Boot auf diesem Fluss gut in Griff haben und schon das eine oder andere Fließgewässer bewältigt haben. Unter diesen Vorraussetzungen kann man auch mit einem großen Boot (Faltboot-Zweier) glücklich werden. Wobei ein kurzer Einer natürlich klar im Vorteil ist.
Leider ist der Fluss nicht mehr ohne Unterbrechung zu befahren. Ein großer Truppenübungsplatz verhindert das. Aber für einen bezahlbaren Preis kann man sich direkt am Beginn der Sperrzone Shutteln lassen (ich glaube es waren um die 50 Euro für 22 km)

Wildes Zelten im Nationalpark ist Streng verboten daher sollte man die Tagesstrecken so planen dass man die offiziellen Plätze in jedem Falle erreicht. Sie liegen im Abstand von ca. 6km. Allerdings kann man für diese 6km durch die Baumhindernisse auch 2 und mehr Stunden benötigen

Truppenübungplatz:

bildHier scheint mitlerweile eine Befahrung nicht mehr möglich zu sein. Wir hatten uns vor Beginn der Tour über das polnische Fremdenverkehrsbüro bei der Kommandantur in Polen erkundigt.
Vor Ort gibt es die Möglichkeit den Truppenübungsplatz zu umfahren. An der Brücke (Straße 175) direkt vor dem Sperrgebiet wartet an einem Imbis bereits ein Fahrer mit Bootsanhänger der für ca. 100 - 120 Zloty die ca. 25 km den Transport durchführt. Bei Bedarf kann man an den beiden kleinen Seen an der Brücke auch übernachten (Biwak oder Zeltplatz). Auch am direkt am Ende des Truppenübungsplatzes gibt es eine Übernachtungsgelegenheit.

Tipps für den Nationalpark:

bildAm Eingang ist vor der Befahrung ein kleiner Obolus zu entrichten. Bei uns waren es: ca 15Zloty pro Person und Tag (Zelt, Boot, Person)
Ein leichter Einer ist im im Nationalpark klar im Vorteil. Aber auch der mehr als 560 cm lange Vuoksa Dreier ist heile durchgekommen. Aufmerksamkeit bei Baumhindernissen in Verbindung mit der Flussströmung ist allerdings Pflicht. Viele Baumhindernisse waren mit Schwung und Gottvertrauen oder mit rüberziehen des Bootes zu bewältigen. Ich erinnere mich nur an zwei Umtrageaktionen und einmal Boot durch eine komplizierte Stelle hindurchtreideln. Die Situation vor Ort ist aber mit Sicherheit von diversen Faktoren abhängig (Wasserstand, Wetter, Sturm, Bieberaktivität etc.)

bildDas Übernachten ausserhalb der offiziellen Biwakplätze ist streng verboten. Im Nationalpark sind etwa alle 6 km Biwakplätze eingerichtet. So erreicht man etwa alle 2 Stunden eine Übernachtungsmöglichkeit. Die Gebühren für die Plätze sind mit den Nationalpark-Tickets abgegolten.
Achtung! Der erste Platz im NP (Name Barnimie) ist wie es scheint über eine schier unendliche Treppe zu erreichen. Wir haben diese Stelle aus verschiedenen Gründen nicht für voll genommen. Keine Ahnung wie man das mit Booten und Gepäck handhaben soll. Jedenfalls sind wir vorbei gefahren und konnten so den nächsten Platz (6 km, 2h wegen diverser Hindernisse) vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr erreichen. Folge: ein Notbiwakieren im NP. Eine Weiterfahrt in völliger Dunkelheit ist viel zu gefährlich.

bild Deshalb mein Tipp: ca. 6 Stunden vor Einbruch der Dunkelheit sollte man Drawno verlassen um noch den Biwakplatz "Bogdanka" zu erreichen. Anfang September bedeutet das gegen 13:00 Uhr. Wir brachen 2:30 h später auf. Im tief eingeschnittenen "Canyon" wird es ausserdem deutlich früher dunkel als auf offener Strecke.

Zitate von anderen Quellen

Der Fluss zeigt sich sehr abwechslungsreich:

  • bildZwei große Seen, einige kleinere Seen
  • hauptsächlich bewaldetes Ufer, einige Wiesen-, Schilf- und Sumpflandschaften
  • steile Schluchten (Durchbrüche im Nationalpark)
  • träges und spritziges Wasser (spritzig für eine Flachlandfluss)

bedenkt man, dass es sich um einen Flachlandfluss handelt kann ich mich zum Zeitpunkt der Tour an nichts vergleichbar abwechslungsreiches erinnern

 

 

*** Ende des eingebetteten Blocks ****