Wildes Zelten im Spreewald kann teuer werden

1 - Die Tour

Wer und Wann

Daniel, Stas, Stefan, Holger

3 Tage

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Die Strecke

68km (25km - 23km - 20km)
Lübben-Unterspreewald-Lübben-Hochwald- Lehde - Leipe - Lübbenau

 

Kartenskizze

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3 - Die Tour in Wort und Bild

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»Intro

Leider entsteht der folgende Bericht lange Zeit nach der Tour, so dass die Detailtreue sicher zu wünschen übrig lässt. Aber die wirklich wichtigen Infos sind noch deutlich präsent in den Erinnerungen. Usprünglich sollte die Paddeltruppe deutlich umfangreicher im schönen Spreewald auf Tour gehen. Aber nach und nach gab es Absage für Absage. In Anbetracht des recht miesen Wetters am Freitag kann ich das auch keinem verübeln. Für die übriggebliebenden bedeutete das miese Wetter wenig Verkehr auf den Wasserwegen im Spreewald und damit himmlische Ruhe.

 

»So trug es sich zu

Ausgangs- und Endpunkt der Dreitagetour sollte der Wasserwanderrastplatz Hartmannsdorf nördlich von Lübben sein. Großer Vorteil: leicht mit dem Auto erreichbar, guter Platz zum Aufbauen der Boote, Steg zum bequemen berladen der Boote, Papierkorb für Müll und gleich ein prima Biwakplatz abseits der lauten und unromantischen Spreewaldcampingplätze.

So konnten wir nach dem Aufbau der Boote fast alle Ausrüstung in den Autos liegen lassen um bis zum Abend mit leichten Booten eine Runde durch den Unterspreewald zu paddeln.
Spektakulär verlief der Start, trotz des bequemen Stegs, dachte sich Stas ein kleiner Ausrutscher erheitert die Mitpaddler und kühlt nach dem anstrengende Bootsaufbau den erhitzten Körper. Naja so mussten wir doch nochmal an die Ausrüstung um den Jungen wieder trocken zu legen. Dann gings aber los in den urwüchsigen Unterspreewald. Im Laufe des Nachmittags hatte auch Petrus ein Einsehen und schickte ein paar warme Sonnenstrahlen in Richtung Spreewald.
Pünktlich zu Beginn der Dämmerung waren der Ausgangspunkt wieder erreicht und das Lager konnte eingerichtet werden.

Da sich hier wohl öffters Angler oder Paddler am Feuer niederlasse war es nicht gerade leicht Brennmaterialien zu finden. Während wir wirklich nur totes Holz einsammelten sah es im Unterholz so aus, als ob hier auch öfters mit Säge und Axt bedient wird. Wie man sieht war auch ohne Axt und Säge genug Holz für ein kleines Feuer zu finden.

Morgens noch gut gelaut und nichts böses ahnend machte ich mich auf zum Joggen mit anschließendem Brötchen holen. Auch das Fühstück verlief noch in gewohnten Bahnen. Dies jedoch änderte sich während des Lagerabbaus, da bekamen wir nämlich Besuch vom Freund und Helfer der uns freundlich darauf aufmerksam machte, dass wir verbotener weise in einem Biosphärenreservat gecampt haben und daher 450 Euro pro Nase zu zahlen hätten. Was folgte war eine 45 minütige Diskusion in denen wir versuchten das schlimmte zu verhindern. Unsere Argumente waren dabei auch nicht von der Hand zuweisen. Der Uferbereich zwischen Lübben und dem Unterspreewald wird ausgiebig von Anglern und anderen feuermachenden Gesellen genutzt. Die von uns genutzte Stelle wird wohl als Anlegestelle von Touristenkänen regelmäßig genutzt (Steg, Papierkörbe, Zufahrsmöglilchkeit für Autos) und nicht zuletzt konnte man ja auch erkennen, dass wir sehr ordentlich und pfleglich mit dem Platz umgegangen sind.

Irgendwann gab der gute Mann auf und berechnete uns lediglich 10 Euro je Fahrzeug für das unberechtigte Befahren der Hochwasserschutzanlagen. Zum Schluss gab es noch den Hinweis dass die "Parkranger" nicht mit sich hätten reden lassen.

Nach dem wir so mit einem blauen Auge davongekommen sind, verlief der Rest der Tour entspannt durch den Hochwald über Lehde nach Lübbenau. Im Hochwald gab es dann noch ein Wettpaddeln zwischen RZ 85 und Ladoga2, dass der RZ nur durch seine leicht bessere Manövrierfähigkeit gewann.

Nach dem unvermeitlichen Bootsabbau und dem holen der Autos gings am Sonntagabend wieder zurück nach Berlin. Wobei mir die Rückfahrt nicht sonderlich gut bekommen ist und Stefan deshalb zweimal an den Straßenrand fahren musste. Ob ich jemals meine Autoreisekrankheit endgültig in den Griff bekomme?

 

»Fazit

Den Spreewald kann man zwar immer mal wieder besuchen, das wilde Campen sollte man aber lassen.