Die Spree zwischen Spreewald und Berlin

1 - Die Tour

Wer und Wann

Stefan, Holger, Marten, Yukon der Hund, Nick mit Sohn, Boone, Beate, Ramon, Mecke

3 oder 4 Tage je nach Starttag im Sommer 2007

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Die Strecke

Tag 1 Leibsch - Kossenblatt 16,5 km
Tag 2 Kossenblatt - Leißnitz 15,5 km
Tag 3 Leißnitz - Gr.Schwarzberg/Radinkend. 18km
Tag 4 Gr.Schwarzberg - Drahendorf 15km


Kartenskizze


3 - Die Tour in Wort und Bild

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»Aus dem Gedächtniss

Da der Tourenbericht mal wieder Jahre später entsteht wird es eine kurze Zusammenfassung ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit.

Als erste lassen Stefan und Holger ihr Boot zu Wasser und starten einen Tag vor den meisten anderen schon in Leibsch am Tor zum Spreewald.

Für die beiden ist die Schleuse in Alt Schadow das erste entscheidenen Etappenziel. Hier sollten die nächsten Mitpaddler, Nick mit Sohn, aufgesammelt werden. Wegen der Imbissmöglichkeit an der Schleuse ein idealer Treffpunkt. Leider sollte die Schleuse nicht in guter Erinnerung bleiben. Stefan der üblicherweise sehr sorgsam mit wertvollen Ausrüstungsgegenständen umgeht, wich an beim Aussteigen einmal von dieser Tugend ab und verstaute vor dem Aussteigen seine kleine Kamera nicht in der Wasserdichten Kamerabox auf Deck, sondern steckte das gute Stück einfach in die Hosentasche. Und man ahnt es, das war ein Fehler. Beim Aussteigen plumste die Kleine erst aufs Deck und anschließend in die Spree.

Glücklicherweise war der Fluss hier am Steg nicht sehr tief und der Schatz ganz schnell wieder geborgen. Der Kenner und somit auch Stefan weiß, gewasserte elektronische Geräte müssen schnell von ihren Energieträgern getrennt werden, um noch eine Chance zu haben sie duch trocknen wieder in Funktion zu bringen. Das war also auch schnell gemacht. Aber wie nun das Gute Stück von Innen trocken bekommen. Hier bei halfen die Imbisbudenbetreiber mit einem Satz Uhrmacherschraubenzieher - 10 min nach dem "Untergang der Sony" war das gute Stück in seine Einzelteile zerlegt und trocknete auf einem Handtuch in der Sonne vor sich hin. Und man wird es kaum glauben erst anderthalb Jahre später auf der Brda gab die Kamera endgültig den Geist auf.

Nach einem Eis zum Trost trafen auch Nick mit Sohn ein und 60min später paddelten nun schon zwei Boote in Richtung Kossenblatt.

Bis zum Eintreffen in Kosenblatt bei Rutker lief dann aber alles ohne Zwischenfälle.

In Kossenblatt angekommen waren alle anderen schon dabei ihre Zelte und Boot auf zu bauen. Auch mein Ladoga wartete auf seinen üblicherweise von Blut, Schweiß und Tränen begleiteten Aufbau.

Der Abend klang dann gemüblich am Grill aus.

»Tag 2 ...

verlief zu nächst völlig entspannt. Ich erinnere mich noch deutlich wie überrascht ich über die wirklich schöne Landschaft bis zum Schwielochsee war - so hatte ich die Spree hier überhaupt nicht in Erinnerung. Kaum hatten wir den Glower See erreicht braute sich über uns nichts gutes zusammen. Selbst die Wasserschutzpolizei informierte die Wassersportler schon schnell das Wasser zu verlassen weil ein schlimmens Unwetter im Anmarsch war. ....Ok, das klingt ernst, also schnelle einen sicheren Lagerplatz suchen. Nur wie es immer so ist genau in diesem Moment war die Bootsarmada weit auseinander gezogen und die Nachzügler nahmen wohl keine Notitz vom sich anbahnenden Unwetter. Während die führenden Boote sich nach geeigneten Biwakplätzen umschauten fuhr ich zurück und sammelte die Nachzügler ein. Inzwischen lagen die anderen Boote auch schon am Ufer - allerdings versprach der Platz keinen entspannten Abend und Morgen - Brennnesseln, dunkel und feucht wie ..... . Nicht sehr einladend, ein kurzer Blick auf die Karte zeigt mehrere vielversprechende Biwakplätze in einer Entfernung von 500 bis 1000 Meter. Schon bahnte sich eine dieser unfruchtbaren und langwierigen Diskussionen an - aber manchmal kann ich Diktator sein, vor allem wenn ich mir meiner Sache sicher bin. Ohne auf die Diskussion groß ein zu gehen, wende ich mein Boot und nehme Kurs auf die Alternativen. Die meisten anderen Bootsbesatzungen waren wohl auch nicht angetan vom aktuellen Lagerplatz und folgten sofort. 10 Minuten später lagen die Boote an einem netten kleinen Strand und die Zelte nahmen auf einer Lichtung langsam Form an. Und alle waren zufrieden. Das angekündigte Unwetter zog übrigens an uns vorbei und wir hatten einen wirklich schönen Abend an einer sehr badetauglichen Stelle.

»Tag 3 ...

nach gemütlichen Frühstück und einem frischen Kaffee gings weiter in Richtung Beeskow. Die Spree kann man hier inzwischen einen richtigen Fluss nennen. Ihr landschaftlicher Reiz bleibt aber erhalten.

Bei der Schleuse in Beeskow nutzen wir die Gelegenheit zu einer kleinen Stärkung auf einer künstlich angelegten Insel mit Bar. Die Einen bestellen sich was flüssiges kühles die Anderen wählen was kaltes in gefrorener Form.

Wie gestern sieht der Himmel am Nachmittag nicht sehr einladend aus. Um uns herum zucken die Blitze und der Donnerhall nährt sich bedrohlich. So sind wir wieder gezwungen schnell einen geeigneten Lagerplatz zu finden. Aber das ist an der Spree selten ein Problem. Im Gegensatz zum Vortag fing es heute kurz nach dem die Zelte standen kräftig an zu regnen. Eine Stunde später war der Spuk vorbei und wir hatten wieder einen schönen Abend. Besonders beeindruckend waren die Nebelbänke die sich während der Dämmerung um uns herum bildeten und sich langsam unserem Lagerfeuer nährten. Ach, da freut sich der Fotograf.

Unser Nachwuchswikinger fing dann noch einen kapitalen Fisch der später fachmänisch ausgenommen und in Alufolie am Feuer zubereitet wurde.

»Tag 4

Auch die Nacht blieb fast trocken, nur am Morgen beim Einpacken der Zelte fielen ein paar Tropfen Regen. Danach wurde das Wetter aber zunehmend besser und wir hatten bis zum Ziel in Drahendorf noch einen richtig schönen Sonnentag. An der Aussetzstelle machte Mecke mit seinem russischen Schlachtschiff noch ein paar Kenterübungen bevor es dann zurück in die Heimat ging. Es sah vom Ufer übrigens so aus als sei es garnicht so einfach das Ding umzukippen.