Mal was anderes - urbanes Paddeln in Leipzig

1 - Die Tour

Wer und Wann

Winfried, Christoph, Holger, Seb, Roland, Peter, Marlies mit Tochter und diese mit Freundin, Torsten

3.10. - 5.10.2008

>>> Galerie

>>> GPS-Track

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Die Strecke

verschiedene Tagesrunden mit Start und Ziel am Bootshaus von germania-kanusport

Fr.: kleine Kennenlernrunde über weiße Elster - Karl-Heine Kanal - weiße Elster- Elsterflultbett (ca. 12 km)

Sa.: Cospudener Runde (ca.25km)

So.: 13 km über Palmgartenwehr, Elsterbecken, Weiße Elster nach Lützschena



Kartenskizze

siehe oben "Die Strecke"


3 - Die Tour in Wort und Bild

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»Intro

Die Tour begann organisatorisch und logistisch sehr chaotisch. Ganz kurzfristige Absagen wurden durch kurzfristige Zusagen anderer Paddler zum Teil aufgefangen. Vier Paddler fuhren nach dem ersten Tag wieder ab. All diese Ab- und Zusagen ereigneten sich am Tag vor Beginn der Tour, somit waren natürlich einige Missverständnisse und Probleme vorprogrammiert. So waren natürlich der vorab eingkaufte Proviant für die Teilnehmer völlig überdimensioniert. Der Fakt, dass Proviant schon gekauft ist war einigen "Nachzüglern" dann auch nicht bekannt womit die Menge an Fressalien nochmal stieg. Aus ökologischer Sicht war die Anreise bei den meisten auch recht bedenklich. Mit Ausnahme der angereisten Familie und des Bahnfahrers kamen alle anderen als Alleinfahrer mit ihrer eigenen Blechschüssel. Obwohl alle Infos ausgetauscht wurden landeten einige Mail unbeabsichtigt in den jeweiligen Spamordnern und wurden so erst im nachhinein gelesen. Naja was solls, die an den folgenden Tagen zurückgelegten Tagestouren durch Leipzig und Umgebung waren was ganz besonderes weil anders als gewohnt.


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»Freitag

Die Anreise war für mich zumindestens schon mal Stress, während ich im geliehen Auto auf der Autobahn in Richtung Leipzig unterwegs war klingelte alle 20 min das Telefon (wo bist du, wir sind, wie komme ich, wann bist du ...). Durch die so erzwungenden Parkplatzpausen kam ich natürlich auch in Verzug und muste mir die ersten dummen Bemerkungen von den inzwischen angekommenen Paddlern anhören. Deren Boote waren schon aufgebaut (Festboote, Dachtransport etc.) und das erste Bierchen wurde mit Sonne im Gesicht genossen. Irgendwann waren auch alle noch erwarteten Mitpaddler anwesend und es ging an die Tagesplanung. Darum muste ich mich diesmal Gott sei Dank nicht kümmern. Wegen des inzwischen fortgeschrittene Tages (13:00) war schnelle eine kurze Runde über weiße Elster - Karl-Heine Kanal - weiße Elster - Elsterflultbett durch Leipzig geplant. Die kräftige Strömung der Weißen Elster führte zwar zu skeptischen Tönen wegen der Anwesenden Kanadierfahrer (mit Kindern), aber probieren geht über Studieren. Die Strecke zeichnet sich besonders durch ihre urbanen Charakter aus (Wohn- und Industriearchitektur). Sowas habe ich in dieser Art bisher noch nicht gemacht. Am Karl-Heine-Kanal gab es dann pünktlich zur Kaffeezeit endlich was zwische die Zähne, bevor es wieder zurück zum Germania Kanuclub ging (vorbei am Palmgartenwehr, über das Elsterflutbett, kurz umtragen in Weiße Elster). Es war noch reicht früh und man konnte den späten Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und Sonne ganz entspannt ausklingen lassen.


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»Am Sonnabend...

... verließ uns leider die Kanadierfamilie, das Boot beladen mit zwei Kindern hatte am schon am Vortag einen großes Geschwindigkeitshandicap, was bei den heute anstehenden 25km der Cospudener Runde nur zu Dauerfrust geführt hätte. Zumal einige der Faltbootfahrer wirklich schnell unterwegs waren. Eins war jetzt jedenfalls klar, verhungern werden wir nicht. Nach dem kurzen und schmerzlosen Abschied ging es heute pünktlich gegen 10Uhr aufs Wasser. Die Cospudener Runde ist ein echter Kontrast zur Stadtour am Freitag. Hier die grobe Streckenführung: Weiße Elster -> Pleiße -> Floßgraben(Batschke) -> Waldsee Lauer ->Cospudener See -> umtragen in die Weiße Elster -> Vereinsgelände. Diese Strecke bietet trotz Stadtnähe wirklich Natur pur, erinnert mich in den Auenwäldern abschnittsweise an den Spreewald. Auf dem Cospudener See hatten wir dann bedenklichen Wind der schon einige Probleme macht. Besonders der winzige Pascha von Christoph hüpfte hier von Welle zu Welle. Aber auch hier zeigte sich das der kleine Russe auf Binnengewässern seine Daseinsberechtigung hat. Langsamer war er jedenfalls nicht nur etwas unruhiger im zerpflügen der ungewohnten Wellen. Das Umtragen wurde von den einen zum Kekse futtern genutzt und von Winfried und Christoph zum Baden bei geschätzten 12 Grad Wassertemperatur. Fürs Umsetzen zurück in die Weiße Elster (knapper Kilometer) ist ein Bootswagen hilfreich. Das von einigen vorgelegte zügige Tempo mit nur einer Pause auf 25km und einigen Umtrage aktionen führte dazu, dass wir kurz vor 16 Uhr an unseren Zelte eintrafen. Mein lieber Schwan dieses Tempo bin ich sonst nicht gewöhnt. Aber gut die Sonne scheint, Kaffee und Kekse gibt es mehr als genug also warum nicht. Am Abend gab es als Hauptgericht ein indisches Curry mittlerer Schärfe, dass auch dem Skeptiker mundete allerdings bei ihm im Laufe der Nacht zu gewissen Verdaungsstörungen führte.


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»Am Morgen des Sonntags ...

... konnten wir uns lange nicht einigen welche sinnvolle Strecke nun noch in Frage kommt. Alle wollen nicht zu spät nach Hause. Rundstrecken standen nicht mehr zur Auswahl so entschieden wir uns für eine Variante mit Carshutteln. Ziel sollte das ca. 12 bis 13 km entfernte Lützschena an der Weißen Elster sein. So fuhren wir zunächst alle Autos an den Zielort und ließen uns von Roland der anschließend nach Hause zur Familie muste wieder zu unseren Booten fahren. Der Grobe Steckenverlauf ist in dem email-Zitat von Christoph nachzuvollziehen. Die Strecke führt hauptsächlich durch recht grüne Leipziger Vororte über einige kleine Wehre nach Lützschena. Gegen 14:00Uhr war diese sehr abwechslungsreiche "Städtereise" vorbei. Neben dem aussergewöhnlichen Charakter der Tour bleibt mir noch das sehr zügige Vorankommen und das Kennenlernen einiger neuer Faltboot-Enthusiasten in Erinnerung.

Zitat: Christophs Mail für den Sonntag >>... Das Palmgartenwehr war links leicht zu umtragen. Das Elterbecken haben wir auf der linken Seite durchquert (ist verschlammt).
Am Ende des Elsterbeckens haben wir nicht Nahle oder Luppe, sondern den ganz rechten Arm (Weiße Elster) gewählt. Aussetzen aber an der Luppe rechts ca. 100 m vorm Wehr, dann einige hundert Meter Weg bis zur Eisenbahstrecke und dann Straße entlang nach rechts zur Elster. Dort an Brücke eingebootet.

Ausgebootet sind wir in Lützschena. Die Karte gibt bis dahin drei Wehre an: Wahren (km 34) , Strahmeln Großmühle (km 33) und Lützschena. Wir sind vor dem Wehr in Lützschena (km 31) ausgesetzt.
Nach meiner Erinnerung war das "Wehr" in Waren bei dem damaligen Pegel abgesoffen und nur sowas wie eine ganz leichte Sohlschwelle. Wir sind es gefahren, es war die Abzweigung nach links.
Das Wehr Strahmeln Großmühle muss das gewesen sein, wo wir nicht umtragen konnten bzw. durften (privater Garten!, keine Einsatzmöglichkeit von uns in erreichbarer Enfernung gefunden, die Karte gibt an, den ganzen Arm bis zur Vereinigung beider Arme zu umtragen). Da ist auch die Brücke direkt am Wehr. Da haben wir nach dem Ärger mit der Gartenbesitzerin die Wehrkrone überhoben. Ging halbwegs, da das Wehr dahinter zum Glück trocken lag. Bei höherem Pegel dürfte das nicht gehen!

Das Ganze ist sowohl im Gewässerführer für Ostdeutschland als auch im Deutschen Flusswanderbuch beschrieben. ...<<