Wieder mal in Thüringen - die Unstrut

1 - Die Tour

Wer und Wann

Beate, Ramon, Mecke, Adrian, Evgeniya, André, Mandy, Stefan, Holger, Maren, Yann, Boone, Adrian

4 Tage vom 1.5. - 4.5. 2008

>>> Galerie

>>> GPS-Track

bild

bild

Die Strecke

Start: am Wildwasserkanal Sömmerda

Ziel-geplant: Naumburg
Ziel-erreicht: Laucha

36km bzw. 60 kmbild

Kartenskizze

3 - Die Tour in Wort und Bild

bildbildbildbild

eine poetische Betrachtung

Wir hatten alles, was das Herz begehrt. Uns gehörten vier Tage auf dem Wasser. Wir hatten unsere Boote, wir hatten unsere Freunde und wir hatten leckeres Essen. Neu unter den Wikingern fanden sich auch Maren und Yann, der kleine Pirat. Die Unstrut zeigte uns den Weg in den Frühling. Wir Landstreicher bewegten uns auf dem blauen Band durch die erwachte Landschaft mit saftigen Wiesen, bestellte Felder und grünende Wälder. Wir verstanden uns auf mysteriöse Art. Wir litten keinen Mangel und die Sonne verwöhnte uns prächtig. Vergaßen wir, uns zu bedanken? Wir waren Wikinger und nahmen uns, was wir brauchten: „Mein Freund zahlt’s.“ Er ist reich an Gleichmut gegen Liebe und Zorn. Wir saßen vor dem Feuer und schauten in die untergehende Sonne. Umarmt Euch!
Die Wolken waren erregt. Über uns brauste der große Raum. Das war Zeus und er warf uns eine Ladung Hagel auf die Boote. Bleischwere Tropfen stachen Blasen in’s Wasser und Yann, der kleine Pirat musste weinen. Wohl niemand von uns blieb trocken, denn wir standen an Land und suchten den Weg am Wehr vorbei. Wir fanden einen Platz für unsere Zelte und einen Topf voller Gulasch.
Ein schöner Morgen und es lag ein Hauch Abenteuer in der Luft. Wir wollten sehen, was an uns war, heute, jetzt! Auch mit einem Kuckuck sprach ich, der uns überholte, um uns höhnend zu erwarten: „Was willst Du?“; „Dass Eure Väter Hammel waren, ist keine Schande! Nein deswegen vertragen wir uns. Aber dass Eure Kinder noch in tausend Jahren nichts als Hammel sein werden, das flößt mir Mitleid ein.“ Ich lachte vor mich hin. Was will man mehr? Langsam drehte sich der Tag und Sternbilder erschienen. Ich warf trockenes Holz in’s Feuer. Das war alles, was ich in einer Stunde tat.
Der Tag kam und die Muskeln hatten nicht vergessen, was sie taten. Wir saßen in unseren Booten und draußen zogen die Dörfer und die Bäume dahin. An den Felsen stand ein Prediger: „Es ist noch nicht zu spät, Ihr Saurier!“ Auch uns predigte er: „Was den Sauriern gilt, gilt auch Euch Heiden!“ Bei rechtem Licht betrachtet, war es nur ein Klotz aus Stein, so sicher wie Blumenkohl nicht im Kürbis wächst.
Am Ende fanden wir Stärke und Zuversicht. „Lebt wohl, Kameraden!“ und wir nahmen Abschied mit einem kleinen Lied, das uns wieder zusammenführen wird. Nichts ist unersetzlich.
(Auf der Unstrut zwischen Sömmerda und Laucha wurde das Buch „Das Meer“ von Bernhard Kellermann als Reisebericht literarisch nachempfunden.)

Daniel Bartelt alias Boone


bild

Fazit

Die Unstrut ist ein absolut Familientauglicher entspannter Fluss durch zum großen Teil flache Landschaft. Das lanschaftlich spannenst Stück erwartet einen am Ende der Tour. Es gibt mit Ausnahme einer Brückendurchfahrt (Straßenbrücke Riethgen - Kindelbrück) keine heiklen Stellen. Ab Sömmerda werden die Höhenuntershiede mit Schleusen ausgegilchen (Ausnahme Wehr Oldisleben). Im Verglich mit der Saale ist die Unstrut etwas weniger spannend aber es ist auch mit weniger Schwierigkeiten zu rechnen. Für Autofahrer ist die Rückfahrt zum Startpunkt derzeit nicht ideal.


bildbildbild
Bildbildbild