Auf der Havel durch die Schorfheide

1 - Die Tour

Wer und Wann

Hendrik, Thomas und Holger

2 Tage im Sommer 2009

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Die Strecke

der Fr. Abend Fürstenberg -> Stolpsee: 6km

Sa: Stolpsee -> Wurlsee: 26km

So: Wurlsee -> Zehdenick: 19km



Kartenskizze


3 - Die Tour in Wort und Bild

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Freitag

Die Paddelschnuppertour im Oderbruch hat Hendrik und Thomas wohl ganz gut gefallen, so musste schnell eine Folgetour her. Wieder sollte es eine 2 Tage Strecke werden.

Die Havel zwischen Stolpsee und Zehdenick kenne ich noch nicht und ist von Berlin aus sehr schnell zu erreichen - so soll es sein.

Am Freitagnachmittag holen wir Hendriks RZ von seinem Vater ab und fahren gleich weiter nach Fürstenberg. Dort bauen Holger und Hendrik ihre Boote auf, während Thomas mit Hilfe von Hendriks Vater unser Auto zum Ziel nach Zehdenick bringt. Das lief wegen einem Mißverständnis nicht ganz so wie geplant, was uns erst in der Dämmerung starten ließ.

In fast völliger Dunkelheit erreichte wir unseren Übernachtungsplatz am Ende des Stolpsees - fix war das Zelt aufgebaut und der Grill angeworfen.

Der Starttag war nun etwas stressig aber führte zu einem guten Ende.


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Sonnabend

Am Morgen machte ich mich mit Hendrik und RZ85 auf nach Himmelpfort um Frische Brötchen und Nudossi zu organisieren. Wow, wenn so ein RZ erstmal fährt dann geht es richtig ab. Das merkt man besonders wenn man zuvor in einem Pascha saß. Himmelpfort wir noch etwas verschlafen aber ist eines dieser vielen hübsch hergerichteten Dörfer an den Touristisch erschlossenen Pfaden in MeckPom. Über seine Grenzen hinaus bekannt ist der Ort vor allem wegen seiner Weihnachtspostfiliale. Wer dem Mann mit dem weißen Bart was schreiben will hier die korrekte Adresse:

An den Weihnachtsmann, 16798 Himmelpfort

Den Weinachtsmann haben wir nicht gefunden aber frische Brötchen und was wir sonst noch brauchten.

Als wir zurück kamen saß ein hungriger Thomas bereits am gedeckten Tisch.

Nur ein paar Meter vom Lager entfernt begann schon der Flusslauf der Havel der nichts aufregendes hat aber von schöner Landschaft umgeben ist. In regelmäßigen Abständen findet man Rastplätze zum verweilen.

Die erste Schleuse in Bredereiche nutzen wir um mit einem Eis ein paar Kalorien nach zu legen.

Die folgenden Schleusen sind alles Selbstbedienungsschleusen, die man vom Boot aus per Hebel leicht bedienen kann. Das ist zwar bequem macht aber nicht soviel Spaß wie die Schleusen im Spreewald wo alles noch Handarbeit ist.

Die Havel ist hier nun schon so breit, dass mein kleiner Pascha seine Vorteile in Sachen Wendigkeit nicht ausspielen kann. Seine Geschwindigkeit hat bei den bisherigen Gruppentouren auch immer gereicht um den anderen viel längeren Booten im Wandertempo (6km/h) halbwegs entspannt zu folgen. Diesmal ist das irgendwie anders der blöde RZ vor mir gibt richtig Gas (immer 6,5 - 7km/h) und da muss ich echt Druck auf die Blätter geben. Das kann man mit dem Pascha schon für eine gewisse Zeit, aber den ganzen Tag über wird das schon anstrengend. Die beiden Jungs haben aber ein Einsehen un lassen ab und zu ein paar Schläge aus.

Auf einem relativ langer Flussabschnitt ist das Ufer der Havel auf der einen Seite gesperrt (ehemaliges militärisches Übungsgebiet - Gefahr von Blindgängern). Das bedeutet für uns ein Biwakplatz kommt erst danach in Frage. Wegen dem schönen Wetter und dem Wunsch nach einem Baderunde steuern wir den Kuhwallsee in Richtung Templin an. Das bedeutet auf dem Weg nach Zehdenick zwar 5 Zusatzkilometer aber der Abstecher hat sich gelohnt.

Im Bereich des Sees gibt es zwar diverse einladene Biwakplätze aber die sind im Sommer leider von den hier sehr zahlreichen Kajüt-Boote jeder Größe belegt. Paddler haben wir garnicht gesehen. Es ärgert mich immer wieder wenn die schönen Plätze von diesen Booten und ihrer Besatzung belegt sind. Sie haben schließlich Bett und Küche an Bord und sind auf diese Plätze nicht angewiesen wie wir Paddler.

Da es nun schon langsam dämmert sucht das eine Boot die rechte Seeseite ab während das andere Boot die linke unter die Lupe nimmt.

Während ich schnell eine ganz gute Ecke ausmache, werden die anderen Beiden von einer Bootsbesatzung gewarnt am Südufer zu zelten, der dortige Landeigentümer (privat) versteht kein Spaß und hat am Vortag zwei ältere Damen mit Paddelboot von der Polizei vertreiben lassen. Das kan man ja kaum glauben aber warum sollten wir es ausprobieren.

Unser Platz im Norde war dann auch richtig schön, man musste zwar Sack und Pack ein paar Meter auf die Ebene tragen aber der Blick hinunter auf den See mit den vielen beleuchteten Boote hatte was von Sommermittelmeeratmosphäre.

Auch heute ist es nach 26km und einigen Schleusen nicht grade früh aber Zeit zum Feuerholz suchen ist noch und so kommt heute richtiges Urlaubsfeeling auf.


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Sonntag

Auch heute haben wir den ganzen Tag über weiter Traumwetter. Am Morgen schwimmen wir zu nächst genüsslich eine Runde im Wurlsee und dann geht ab in Richtung Tourziel

Mittag in Burgwall, zugegeben das Restaurant is rappel voll aber 1,5 h bis unser Mittag auf dem Tisch stand ist doch etwas viel. Ich glaube die haben uns wirklich vergessen. Gäste die nach uns kamen wurden weit vor uns bedient und waren schon wieder weg als bei uns endlich die Teller auf dem Tisch standen.

Nun, nach 2 Stunden in Burgwall war natürlich wieder zügiges Paddeln bis Zehdenick angesagt.

Der Motorbootverkehr nahm in einem Maße zu, das es für mich im Pascha richtig stressig wurde. Der kleine ist eben ein Nussschale der schnell zum Spielball der Wellen wird. Einige Bug wellen waren nicht schön und hatten eine solche Intensität, dass ich richtig Mühe hatte nicht auf unangenehme Art Bekanntschaft mit dem Ufer zu machen. Dieser Abschnitt war für mich richtig anstrengend.

Das Auto war in Zehdenick perfekt geparkt, ca 7m vom Anlege/Abbauplatz entfernt. Da war die Hilfe von Hendriks Papa Gold wert. 45 min nach Ankunft in Zehdenick saßen wir im überhitzten Auto auf dem Weg zur Bootsabgabe (RZ-Ablieferung beim Papa). Da gab es zur allgemeinen Freuden Kaffee und Kuchen (super lecker), bevor es endgültig wieder in die große Stadt ging.

So läst man sich den Tourenabschluss gefallen.


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Fazit

In der Bootskombination mit einem RZ und zügig paddelnden Insassen kam der Pascha diesmal an seine Grenzen (geschwindigkeitsmäßig).

Havel erwieß sich als durchaus lohnend für eine entspannte kurz Tour übers Wochenende. Mit Start in Feldberg und Ziel in Dannenwalde oder Zehdenick ist das ganze auch sehr bequem mit der Bahn zu realisieren.

Thomas und Hendrik sind problemlos in die meist gemütlichen Wikingerpaddelaktivitäten ein zu gliedern - werden sogar die Geschwindigkeiten bestimmen. 6,5-7,0km/h reisegeschwindigkeit hatten wir in letzter Zeit selten (auf stehenden Gewässern).