Die letzte Tour des Jahres - Am Rhin

1 - Unsere Tour

Wer und Wann

Hendrik, Holger, Kalli (mit dem Rad), Peter und Thoma

Mitte Oktober 2010

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Die Strecke

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Kartenskizze

3 - Die Tour in Wort und Bild

Obra 2009

Intro

schaut man auf die Paddelaktivitäten der letzten Jahre, kann man fast schon vom traditionenllen Oktoberpaddeln sprechen. Ende Oktober ist ein (oft) idealer Zeitpunkt für den Normalpaddler ein letztes Mal Boot, Paddel und Zelt hervor zu kramen. Man kann mit Umständen (Wetter, Helligkeit, Temperatur) rechnen, die es ermöglichen noch ein paar wirklich entspannte Tage auf dem Wasser zu verbringen.

Im letzten Jahr war leider niemand von dieser Tatsache zu überzeugen und ich muste alleine losziehen. In diesem Jahr war die Resonanz deutlich besser. Das am Ende nicht alle Interessenten am Ende auch im Boot saßen, lag am doch nicht ganz perfekten Oktoberwetter.

Thomas, Peter, Holger, Hendrick und Kalli mit dem Radl waren dann aber doch auf den Gewässern um den Rhin herum unterwegs.


Freitag 10 km

Am Freitag machten sich neben mir zunächst nur noch Hendrick und Thomas auf den Weg in Richtung Rheinsberger Seen. Der Start verlief etwas holprig und von schlechtem Wetter begleitet. Thomas muste vormittags wegen einer Unterschrift in Institut und kam daher etwas später zur Einsatzstelle an der die anderen beiden schon mit dem Aufbau der Boote begonnen hatten. Logistisch war das aber garnicht so schlecht - Thomas stellte sein Auto am geplanten Ziel der Tour in Neuruppin ab und wurde von Hendrik dort abgeholt. Somit war für So. der Rücktransport gesichert. Der Start von mir und Hendrik war auch etwas zögerlich. Auf Höhe Bornholmer Brücke fiel mir ein, dass ein Fotoapperat nicht schlecht wäre - den hatte ich im Flur liegen lassen. Endgültiger Start also mit fast einer Stunde Verspätung. In Anbetracht des überaus miesen Regenwetters was das aber ganz gut - so kamen wir an der Einsatzstelle in Kagar an als der schlimme Regen bereits vorbei war. Schnell ausladen - Hendrik fährt zum Treffpunkt mit Thomas - Ich baue meinen Pascha auf und klebe vier D-Ringe an den RZ von Hendrik. Nun kann er endlich auch mit ein wenig Deckslast fahren. Da das dynamische Duo (Thomas und Hendrik) noch nicht mit sehr platzsparender Ausrüstung unterwegs ist, wurde es im RZ bei den beiden immer recht eng. Die Zeiten sind jetzt vorbei und das Beladen ist nun viel entspannter.

Kurz nach dem Ankleben des letzten D-Rings sind die Beide auch wieder da und bringen frischgepflügte Döner mit - pünktlich zum Mittag.

Wir bauen gemeinsam den RZ-fertig auf montieren die neue Spritzdecke - Thomas ist glücklich zum ersten Mal in einem von oben dichten Boot zu sitzen und lassen erstmal den fertig bepackten Pascha ins Wasser.

Da nun noch das RZ-Gepäck sortiert und verladen werden muss kann ich schon mal ne kleine Runde drehen, denn dabei würden wir uns zu Dritt nur auf die Füße latschen.

Lt. Karte ist die Einsatzstelle zwar am Kagarsee aber die Karte zeigt auch ein Verbindung vom Kargarsee zum Baminsee. Bei der Anfahrt nach Kagar überquerten wir dieses Fließ mit dem Auto, dort an der Brücke sah es gut befahrbar aus. Während der RZ weiter beladen wurden machte ich mich also auf Endeckungsreise in Richtung Braminsee. Die ersten paar hundert Meter wären auch im großen Zweierfaltboot machbar gewesen aber dann wurde es schwierig. Der Bach schlängelt sich hier durch eine sehr sumpfige Landschaft - sein Wasser verteilt sich also sehr in die Breite. Der Hauptkanal wird daher sehr flach und viel Buschwerk und Baumleichen machen das durchfahren fast unmöglich. Mit dem gut 3 Meter langen Pascha habe ich etwa den halben Weg bis zum Braminsee geschafft habe dann wegen der Hindernisse und der fortgeschrittenen Zeit aber den Rückweg angetreten. Vielleicht probiere ich es irgendwann nochmal. Aber mit großen Booten sollte man das definitiv nicht machen.

Als ich nach einer Stunde wieder am Steg in Kagar ankam war der RZ immer noch nicht im Wasser. Meine Frage ob es ein Problem gäbe, wurde sehr unwirsch beantwortet.

Das zu Wasserlassen des voll beladenen RZ war dann wieder eine schwierige Geburt, gelang aber nach einigen Anläufen doch.

Leider verabschiedete sich dabei einer der vier frisch angeklebten D-Ringe. Aber die Befestigung eines wasserdichten Sackes über drei Punkte war ausreichend - sofern nicht eine weitere Klebung nachgibt.

Gegen 16:00 Uhr konnte es dann endlich los gehen. Um diese Zeit wollten wir schon fast wieder an Land sein. Wasser musten wir unterwegs auch noch tanken. Naja Hauptsache das Wetter hält.

Wasser könne wir ja bequem am nächsten Campingplatz (Dollgowsee) fassen. Denkste - nix Camping, nix Wasser - alles bis auf ein paar spärliche Reste eingeebnet und eingezäunt. Nächste Chance - Zechlinerhütte. Da gibt es Lokale und einige Häuser da werden wir was finden. So war es auch. Da es inzwischen dämmerte wurden die letzten Kilometer bis zum Biwakplatz am Rheinsberger See ein wenig stressig. Ich wollte nicht ausprobieren ob ich den vor ein paar Jahren endeckten Platz in völliger Dunkelheit finde. Und sollte er nicht mehr da sein wären etwas Resthelligkeit bei der Suche nach einer Alternativ ganz hilfreich. Aber Glück gehabt. Platz noch da, kein Regen und Abendrot macht Hoffnung auf einen schönen nächsten Tag.

Kaum ist es völlig Dunkel sitze ich am Kocher und mache ein schnelles Nudelgericht, während die beiden anderen mal wieder das Zeltaufbauen im Dunklen üben.


Sonnabend(25 km)

Das Abendrot vom Vorabend hielt nicht was es versprach. Da es einen verabredeten Zeitpunkt zum Treffen mit Peter und Adrian in Rheinsberg gab, blieb nichts anderes übrig als Abbau und Kurzfrühstück im Regen mit steifen Fingern und Temperaturen um 5 Grad. - Es kann nur besser werden. Beim Abbau werden schon Wetten abgeschlossen ob der Arian bei diesem Wetter tatsächlich aus seiner warmen Höhle gekrochen ist und pünktlich bei uns sein wird. Bei Peter gibt es da kaum Bedenken.

Getrieben vom Bestreben pünktlich bei den anderen zu sein und dort frische Brötchen und noch ne heiße Tasse Kaffee zu bekommen sind wir kurz nach 9 auf dem wasser und kämpfen mit nasskaltem gegenwind und eiskalten Händen in Richtung Rheinsberg.

Auf Höhe des Schlosses klingelt das Telefon - Wer ist dran Adrian: ... hallo Holger, bei dem Wetter konnte ich mich nicht überwinden. ...

So spät kam die Absage noch nie. Sonst sagt er wenigstens einen Tag vorher ab - das Wetter war schließlich abzusehen. Zur Strafe wird ihm diesmal ein Tag Verpfllegungspauschale angerechnet. Mal sehn ob wir die vielen Brötchen alle bekommen - die übrigen Dinge werden einfach mit verkockt und in mehreren Lagen auf die Brötchen gehauen.

Um kurz vor halb elf haben wir Schloss Reinsberg passiert, ein paar Fotos gemacht und die Einfahrt zum Rhin gefunden. Da klingelt wieder das Telefon - Peter erwartet uns - in 20 min sind wir da. Es wurden mit Umtragen 30.

Da alles mit dem kleinen leichte Pascha schneller geht bin ich als erster bei Peter und bereite mit ihm das zweite Frühstück vor. Wir sind nicht die einzigen Paddler die unterwegs sind - An der Einsatzstelle ist ein richtiges Getümmel von Paddlern und Booten. Wo bleiben die beiden anderen bloß - gut dass es Handys gibt. Es stellt sich heraus, dass sie bereits vorbei gefahren sind. Warum blos? Ja da waren ganz viele Boote und Leute aber Holger und Peter waren nicht zu sehen. Oh man - auf den Gedanken an dieser eindeutigen Stelle mit Wiese und Steg anzuhalten und genauer zu schauen kann man ja nicht kommen. Also müssen sie im engen Rhin wenden und gegen die Strömung einen halben Kilometer zurück paddeln - Strafe muss sein. Bei Ankunft wird noch ein wenig gemosert und geschimpft aber als der Kaffee fertig ist, ist die Welt wieder schön.

Die Welt ist Schön und der Rhin spannend, besonders wenn man ihn noch nicht kennt und solch enge Bäche mit Strömung und Hindernissen nicht kennt - wie es bei der RZ-Besatzung der Fall war. Peter und ich versuchten ihnen mit ein paar Tipps das Leben so leicht wie möglich zu machen - aufregend war es trotzdem. Wahrscheinlich haben die Beiden von der tollen Bachlandschaft am Rhin nicht so viel mitbekommen da sie in erster Linie mit sich dem Bach und den Hindernissen beschäftigt waren. Zum ersten Mal haben Thomas und Hendrik bei dieser Tour mal die Plätze getauscht. Diesmal durfte Thomas das Steuer übernehmen. Der Wechsel erfolgte um das gegenseitige Verständnis im Boot ein wenig zu verbessern - auch diesmal gab es im Zusammenspiel ein paar Differenzen. Aber das wird schon. Und beim nächsten Mal haben sie auch mehr Zeit den Fluss und seine Umgegebung zu genießen.

Zeit knapp

Kalli?

 

RZ auf dem Rhin, beide sind am Ende geschafft aber das Boot blieb heile

Kalli Treffpunkt verpasst


Sonntag (18 km)

Hey, das Wetter sieht ja gar nicht übel aus. Frisch ist es aber trotzdem.

Nach Fühstück und Abbau biegt kalli mit dem Radl um die Ecke. Er hatte am Vortag diese Stelle zwar wahr genommen aber nicht gedacht, dass sie führ mehrere Zelte ausgereicht hätte. Ja das kan im vorbeifahren täuschen. Bevor alles verladen ist machen wir noch mal Kaffee und vertilgen den Kuchen von Kalli. Da wir heute aber noch bis Neuruppin kommen müssen bleibt zum quatschen nicht soviel Zeit und unsere Wege trennen sich hier. Immerhin haben wir uns wenigstens für ne Stunde getroffen und Kalli war auch froh mal wieder ne Runde in der Natur gemacht zu haben.

Statt uns Direkt auf den Weg in Richtung Neuruppin zu machen, führte ich die Armada zunächst noch nach Süden zum Alten Möllensee. Dieser ist über einen flachen sumpfigen Verbindungsbach erreichbar. Diesmal war er streckenweise fast zugewachsen. Die Fahrt durch die Pflanzen gefiel Hendrick, ob der schlechten Sicht nach unten überhaupt nicht - "wer weiß was sich unter den Pflanzen für fiese Hindernisse, die nur auf so eine dünne Faltboothaut warten, verbergen. Und mein Gott wenn wir hier im Sumpf sinken wie kommt die Besatzung wieder an Land - Lebensgefährlich...."

Im Prinzip hat er natürlich recht, aber:
Peter ist im Festboot vorausgefahren, bei langsamer vorsichtiger Fahrt geht so eine Bootshaut nicht so schnell kapput, und im Notfall wären die beiden andern Boote zur Rettung ganz schnell bei der sinkenden Titanic gewesen.

Noch ein paar etwas anspruchsvollere Touren und Hendrik hat Vertrauen in seine alte Dame ;-).

Im Nachhinein fanden alle den kleinen Abstecher lohnend. Bei der Rückfahrt kamen wir nochmal am Übernachtungsplatz vorbei, wo Kalli noch gemütlich beim Kaffee saß.

Der Rest der Fahrt bis Neuruppin ist dann nicht mehr sehr aufregend. Erstmal 8km über den hier sehr breiten und befestigten Rhin zum Zermützelsee. Dort Mittags und Pullerpause. Und dann über mehrere langgestrekte Seen erst nach Alt Ruppin und dann nach Neuruppin. Da wir an der Schleuse Neumühle 30min Wartezeit gehabt hätten durften Thomas und Hendrik den RZ - zum ersten Mal mit einer Bootsschleppe umtragen - das hat Spaß gemacht - cooooool.

Tja das war es - nach Abbau und Autoumsetzung gönnten wir uns zum Abschluss im Restaurant Seeperle noch einen Kaffee und fanden so einen gemütlichen Abschluss der teils aufregenden Oktoberfahrt.



Abschluss

Bäume noch nicht wirklich bunt.

Thomas und Hendrik sehen dass mit durchschnittlicher Ausrüstung trotz nicht perfekten Wetters Touren im Herbst auch machbar sind.

Kalli hat mal wieder das Rad bewegt.

Im nächsten Jahr dann mal wieder woanders.



Donnerstag (17 km)
Struga Jeziorna - 5 km hinter Bledzew

Fortfüh...

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w

 


Freitag (24 km) über Stary Dworek nach Skwierzyna und zur Warta

das he


Sonnabend (30 km) bis zum Ziel Gorzow Wlkp.

entspanntes Paddeln bei hilfricher Strömung

angenehmes Auspaddeln nach der Anstrengung vom Vortag

Sprint abbau

wieder eine Odyssee bei der Heimfahrt

 


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Sonnabend (Rückreise) Gorzow Wlkp. - Slubice - Berlin

Z


Fazit

robuste Boot

springende Boot

Wechsel von körperlilcher Be- und Entlastung

man muss wissen auf was man sich einlässt